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Composer: Richard Wagner
Description: a Cornish knight and nephew to King Marke
Voice Part: tenor
Vocal Fach: dramatic tenor/heldentenor
Arias:
Dünkt dich das? - from Act III. Range: 3D - 4G#/Ab    Extras: Libretto entered by
Mein Kurwenal, du trauter Freund - from Act III. Range: 3D - 4A    Extras: Libretto entered by
Wie sie selig - from Act III. Range: 3D - 4F    Extras: Libretto entered by
Dünkt dich das?, Tristan's aria from Tristan und Isolde

Dünkt dich das? 
Ich weiß es anders, 
doch kann ich's dir nicht sagen. 
Wo ich erwacht --- 
weilt' ich nicht; 
doch, wo ich weilte, 
das kann ich dir nicht sagen. 
Die Sonne sah ich nicht, 
noch sah ich Land und Leute: 
doch, was ich sah, 
das kann ich dir nicht sagen. 
Ich war, 
wo ich von je gewesen, 
wohin auf je ich geh' 
im weiten Reich 
der Weltennacht. 
Nur ein Wissen 
dort uns eigen: 
göttlich ew'ges 
Ur-Vergessen! 
Wie schwand mir seine Ahnung? 
Sehnsücht'ge Mahnung, 
nenn' ich dich, 
die neu dem Licht 
des Tags mich zugetrieben? 
Was einzig mir geblieben, 
ein heiß-inbrünstig Lieben, 
aus Todes-Wonne-Grauen 
jagt's mich, das Licht zu schauen, 
das trügend hell und golden 
noch dir, Isolden, scheint! 

Isolde noch 
im Reich der Sonne! 
Im Tagesschimmer 
noch Isolde! 
Welches Sehnen! 
Welches Bangen! 
Sie zu sehen, 
welch Verlangen! 
Krachend hört' ich 
hinter mir 
schon des Todes 
Tor sich schließen: 
weit nun steht es 
wieder offen, 
der Sonne Strahlen 
sprengt' es auf; 
mit hell erschloßnen Augen 
mußt' ich der Nacht enttauchen --- 
sie zu suchen, 
sie zu sehen; 
sie zu finden, 
in der einzig 
zu vergehen, 
zu entschwinden 
Tristan ist vergönnt.
Weh, nun wächst, 
bleich und bang, 
mir des Tages 
wilder Drang; 
grell und täuschend 
sein Gestirn 
weckt zu Trug 
und Wahn mir das Hirn! 
Verfluchter Tag  
mit deinem Schein! 
Wachst du ewig 
meiner Pein? 
Brennt sie ewig, 
diese Leuchte, 
die selbst nachts 
von ihr mich scheuchte? 
Ach, Isolde, 
süße Holde! 
Wann endlich, 
wann, ach wann 
löschest du die Zünde, 
daß sie mein Glück mir künde? 
Das Licht --- wann löscht es aus? 
Mein Kurwenal, du trauter Freund! , Tristan's aria from Tristan und Isolde

Mein Kurwenal, du trauter Freund! 
Du Treuer ohne Wanken,  
wie soll dir Tristan danken? 
Mein Schild, mein Schirm 
in Kampf und Streit, 
zu Lust und Leid 
mir stets bereit: 
wen ich gehaßt, 
den haßtest du; 
wen ich geminnt, 
den minntest du. 
Dem guten Marke, 
dient' ich ihm hold, 
wie warst du ihm treuer als Gold! 
Mußt' ich verraten 
den edlen Herrn, 
wie betrogst du ihn da so gern! 
Dir nicht eigen, 
einzig mein, 
mit leidest du, 
wenn ich leide: 
nur was ich leide, 
das kannst du nicht leiden! 
Dies furchtbare Sehnen, 
das mich sehrt; 
dies schmachtende Brennen, 
das mich zehrt; 
wollt' ich dir's nennen, 
könntest du's kennen: 
nicht hier würdest du weilen, 
zur Warte müßtest du eilen --- 
mit allen Sinnen 
sehnend von hinnen 
nach dorten trachten und spähen, 
wo ihre Segel sich blähen, 
wo vor den Winden, 
mich zu finden, 
von der Liebe Drang befeuert, 
Isolde zu mir steuert! --- 
Es naht! Es naht 
mit mutiger Hast! 
Sie weht, sie weht --- 
die Flagge am Mast. 
Das Schiff! Das Schiff! 
Dort streicht es am Riff! 
Siehst du es nicht? 
Kurwenal, siehst du es nicht? 

Muß ich dich so verstehn, 
du alte ernste Weise, 
mit deiner Klage Klang? 
Durch Abendwehen 
drang sie bang, 
als einst dem Kind 
des Vaters Tod verkündet. 
Durch Morgengrauen 
bang und bänger 
als der Sohn 
der Mutter Los vernahm. 
Da er mich zeugt' und starb, 
sie sterbend mich gebar. 
Die alte Weise 
sehnsuchtbang 
zu ihnen wohl 
auch klagend drang, 
die einst mich frug 
und jetzt mich frägt: 
zu welchem Los erkoren 
ich damals wohl geboren? 
Zu welchem Los? 
Die alte Weise 
sagt mir's wieder: 
mich sehnen --- und sterben! 
Nein! Ach nein! 
So heißt sie nicht! 
Sehnen! Sehnen! 
Im Sterben mich zu sehnen, 
vor Sehnsucht nicht zu sterben! 
Die nie erstirbt, 
sehnend nun ruft 
um Sterbens Ruh 
sie der fernen Ärztin zu. --- 
Sterbend lag ich 
stumm im Kahn,  
der Wunde Gift 
dem Herzen nah: 
Sehnsucht klagend 
klang die Weise; 
den Segel blähte der Wind 
hin zu Irlands Kind. 
Die Wunde, die 
sie heilend schloß, 
riß mit dem Schwert 
sie wieder los; 
das Schwert dann aber --- 
ließ sie sinken; 
den Gifttrank gab sie 
mir zu trinken: 
wie ich da hoffte 
ganz zu genesen, 
da ward der sehrendste 
Zauber erlesen: 
daß nie ich sollte sterben, 
mich ew'ger Qual vererben! 
Der Trank! Der Trank! 
Der furchtbare Trank! 
Wie vom Herzen zum Hirn 
er wütend mir drang! 
Kein Heil nun kann, 
kein süßer Tod 
je mich befrein 
von der Sehnsucht Not; 
nirgends, ach nirgends 
find' ich Ruh: 
mich wirft die Nacht 
dem Tage zu, 
um ewig an meinen Leiden 
der Sonne Auge zu weiden. 
O dieser Sonne 
sengender Strahl, 
wie brennt mir das Hirn 
seine glühende Qual! 
Für diese Hitze 
heißes Verschmachten, 
ach, keines Schattens 
kühlend Umnachten! 
Für dieser Schmerzen 
schreckliche Pein, 
welcher Balsam sollte 
mir Lindrung verleihn? 
Den furchtbaren Trank, 
der der Qual mich vertraut, 
ich selbst --- ich selbst, 
ich hab' ihn gebraut! 
Aus Vaters Not 
und Mutterweh, 
aus Liebestränen 
eh und je --- 
aus Lachen und Weinen, 
Wonnen und Wunden 
hab' ich des Trankes 
Gifte gefunden! 
Den ich gebraut, 
der mir geflossen, 
den wonneschlürfend 
je ich genossen --- 
verflucht sei, furchtbarer Trank! 
Verflucht, wer dich gebraut! 
Wie sie selig, Tristan's aria from Tristan und Isolde

Wie sie selig, 
hehr und milde 
wandelt durch 
des Meers Gefilde? 
Auf wonniger Blumen 
lichten Wogen 
kommt sie sanft 
ans Land gezogen. 
Sie lächelt mir Trost 
und süße Ruh, 
sie führt mir letzte 
Labung zu. 
Ach, Isolde, Isolde! 
Wie schön bist du! 
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