Den Tag seh ich erscheinen, Beckmesser's aria from Die Meistersinger von Nürnberg "Den Tag seh ich erscheinen, der mir wohl gefall'n tut; da fasst mein Herz sich einen guten und frischen Mut: da denk ich nicht an Sterben, lieber an Werben um jung Mägdeleins Hand. Warum wohl aller Tage schönster mag dieser sein? Allen hier ich es sage: weil ein schönes Fräulein von ihrem lieb'n Herrn Vater, wie gelobt hat er, ich bestimmt zum Eh'stand. Wer sich getrau, der komm und schau. Da steht die hold lieblich Jungfrau, auf die ich all mein Hoffnung bau, darum ist der Tag so schön blau, als ich anfänglich fand." "Will heut mir das Herz hüpfen, werben um Fräulein jung, doch tät der Vater knüpfen daran ein Bedingung für den, wer ihn beerben will, und auch werben um sein Kindelein fein. Der Zunft ein biedrer Meister, wohl sein Tochter er liebt, doch zugleich auch beweist er, was er auf die Kunst gibt: zum Preise muss es bringen im Meistersingen, wer sein Eidam will sein. Nun gilt es Kunst, dass mit Vergunst, ohn all schädlich gemeinen Dunst ihm glücke des Preises Gewunst, wer begehrt mit wahrer Inbrunst, um die Jungfrau zu frei'n."